Freitag, Januar 19, 2007

Schießprügel

Auf wired.com habe ich gelesen, dass die US-Marine ein Schienengewehr zusammengebastelt hat.
Für den interessierten Laien sei gesagt, dass der Clou an der Sache ist, dass das Projektil nicht durch gutes altes Schwarzpulver beschleunigt wird sondern durch elektrischen Strom.

Nach Calle Gauß ist wohl ein ähnliches Konstrukt benannt.

Trotzdem ich Pazifist bin, finde ich die Ingenieursleistung, die hinter den meisten Waffen steckt beeindruckend.

Kommentare:

Sebbi hat gesagt…

Beeindruckend ist vor allem, dass überall steht, dass der Strombedarf die Feuerfrequenz von 10 Schuss am Tag bestimmen soll. Aber selbst die 64 MJ Variante braucht niemals so viel Strom wie manche glauben zu scheinen. 64 MJ sind 17778 kWh. Das mag zwar deutlich mehr sein als ein Haushalt im Jahr verbraucht, aber man braucht kein Atomkraftwerk um diese Menge von Energie schnell zu erzeugen. Man stelle nur 100 250 PS Motoren nebeneinander, die ein Schwungrad eine Stunde lang antreiben und schwubs hat man seine Energiequelle. Geht sicherlich noch effizienter, denn wenn das Militär etwas nutzen will ... da ist schon noch irgendwo Platz auf so einem Schiff für einen entsprechend großen Generator ;-)

Wegen der Ingenieurleistung: die Leistung in ein paar Hundert Kilometer Entfernung, trotz Wind, noch ein Ziel mit einer Kugel zu treffen finde ich beeindruckender. Ich nehme an sie bauen da noch GPS in die Munition ein, sonst wird das wohl nichts mit dem treffsicheren Wiedereintritt (die Munition erreicht eine Höhe von 95 Meilen, wenn sie auf ein Ziel in maximaler Entfernung abgeschossen wird) ...

Ratilius hat gesagt…

Vielleicht kann man die Verbrennungsmotoren durch einen Kernreaktor ersetzen? :-)
Oder erst ein paar Meilen näher ans Ziel tuckern um Strom zu sparen.

Sebbi hat gesagt…

Leicht übertrieben ... also z.B. hier: http://www.ako-aggregate.de/aggregate.htm

gibt es Dieselgeneratoren, die weit mehr als die geforderte Leistung bringen. Wie schon gesagt ... einfach ein paar hundert Tonnen schweres Schwungrad damit antreiben und dann bei Bedarf die Energie entziehen. Sollte für einige Schüsse pro Stunde gut sein, v.a. bei der 1,24 MW Version am Ende ... da müsste ein Schuss jede Minute drin sein.

Ich glaub eher der Verschleiß ist der limitierende Faktor. Immerhin dürfte das innere einer solchen Kanone recht schnell "abgerieben" werden, wenn die Munition irgendwo aneckt ;-)