Mittwoch, September 23, 2009

Macho Man von Moritz Netenjakob

In meinen Literaturkanon hat sich ein Trivialroman mit obigem Titel geschlichen. Er handelt von Daniel, der Anfang 30 ist und von seinen bildungsbürgerlichen Eltern dazu erzogen worden ist ein Frauenversteher zu sein. Im Urlaub lernt er eine Türkin kennen. Seine Versuche bei Ihrer Familie zurück in Deutschland souverän aufzutreten sind sehr amüsant beschrieben, da sie ein anderes Bild von Männlichkeit hat.

Meine Lieblingsstelle ist als er seine Freundin am Strand eincremt und einige gaffenden türkische Soldaten durch einen strengen Blick vertreiben soll. Woraufhin er zum Thema Ehre meint, dass er in seinen Augen einer der Begriffe mit Nazi Beigeschmack ist.
"Ehre, Blitzkrieg, Autobahn - ganz dünnes Eis. Muss man sich sofort distanzieren. Ich habe keine Ehre, dafür bin ich auch kein Nazi."
Bei diesem Buch habe ich mehrmals laut gelacht und kann es nur weiterempfehlen.

Sonntag, September 06, 2009

Schwedisches Design

Am Freitag war ich mit einem Arbeitskollegen in dem schwedischen Möbelmarkt mit den vier Buchstaben. Da an der Kasse eine Menge los war, haben wir uns an den Selbstbedienungskassen versucht und sind kläglich gescheitert.

Die nette Aufsichtsperson musste meinem Arbeitskollegen einmal und mir zweimal helfen und hat uns anschliessend ihr Leid geklagt, das sie den ganzen Tag über die gleichen Antworten geben muss.

Früher hätte ich gesagt, dass es an den aufmerksamkeitsdefizitären Besucher liegt, nach der Lektüre des Buches "Das Design von Alltagsgegenständen" mache ich dafür alleinig die Leute verantwortlich, die diese Kasse entworfen haben. Wenn man weiß wie es geht ist es natürlich spielend einfach und man kann sich nur wundern, wie andere das nicht begreifen können. Deshalb sollte man Testläufe mit unvoreingenommenen Personen unter Feldbedingungen machen, bevor man diese Kasse in Serie verbaut, dann wären die offensichtlichen Mängel sicher einfach zu beheben gewesen.

Um den Lesern nicht den Spaß am Rätselraten beim nächsten Besuch zu nehmen möchte ich die Schwachstellen nicht einzeln aufzählen :-)

Sonntag, Juli 12, 2009

Die Kunst des stilvollen Verarmens

In dem Buch von Alexander von Schönburg geht es um die Kunst sich nicht dem Konsumterror zu beugen sondern stattdessen ein stilbewusstes Leben zu führen. Das Buch liest sich sehr gut und ist reich an Zitaten, Geschichten und kleinen Weisheiten. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise kann man sich ja neue Vorbilder suchen, etwa einen englischen Lord, der inzwischen Busfahrer ist. Es kommt also mehr auf die innere Haltung an als auf die tatsächlichen Umstände an.

Sehr gefreut habe ich mich auch über das Zitat zum Thema Autofahren:
Man sollte das Auto nur selten und dann bewusst fahren, und auch nur auf leeren Küsten- oder Bergstraßen.

Mittwoch, Juli 08, 2009

Einlenker

Bei 43 Folders, einer Seite die Tipps zur persönlichen Produktitivtät gibt, bin ich heute morgen wieder mal vorbeigesurft. Dort ist es inzwischen recht ungemütlich geworden. Begrüßt wird man von der Frage, warum man hier ist und nicht irgendetwas tolles macht.

Noch besser fand ich die Idee als neue Startseite folgendes einzurichten: LINK

Dann bekommt man jedes mal, wenn man den Webbrowser startet die Frage gestellt, ob das wirklich das ist, was man tun wollte -> statt der üblichen Ablenkung die ein webbroswer mit sich bringt eine Einlenkung.

Montag, Juni 29, 2009

Back in business

Mein Laptop hat den Geist aufgegeben. Nach einigem hin und her habe ich jetzt ein neues Surfbrett in Form eines maßgefertigten Rechners.

Der nette Fachhändler meinte in meinem Alter sei es nicht mehr sinnvoll einen High-End-Rechner zu kaufen und er würde mir gerne einen Rechner verkauen, der nicht mehr als 300 Euro kostet. Erst war ich beleidigt, dann empört. Inzwischen muss ich aber zugeben, dass die Hardware vermutlich die Hälfte an Wert eingebüst hätte, bis ich zum ersten mal ein neues Spiel beschafft, installiert und gespielt hätte und die Entscheidung für einen "lagnsamen" Rechner schon vernünftig war.

Die Kaffeemaschine in der Abteilung hat auch schon 300 Tassen runter, der tägliche Konsum liegt so bei 15 Tassen und der Schwund pendelt unter 5 %.

Donnerstag, Mai 28, 2009

"Wir haben die Krise für uns beendet"

sagt Herr Prost in einem Artikel auf Handelsblatt.de.

Nachdem seit einem halben Jahr alles auf den Weltuntergang wartet, hat mir diese Zeile unglaublich gut gefallen. Schön, dass es noch ein paar Leute gibt, die Hoffnung verbreiten.

Sollte es sich dabei um einen Werbesloagan handeln, gratuliere ich dem Texter!

Mittwoch, Mai 27, 2009

Koffeinparty!

Ein Arbeitskollege und ich haben eine Kaffevollautomaten für die Abteilung gekauft. Mit finanzmathematischer Finesse haben wir noch ein Modell für den Kaffeepreis gestrickt, damit die Einnahmen aus dem Verkauf die Investition ammortisieren. Die Preisstruktur und die Erfahrungen über Kaffeeschwund werde ich immer mal wieder veröffentlichen.

Ungehinderter Zugang zu Koffein erhöht meine Produktivität enorm - ich frage mich warum Unternehmen nicht grundsätzlich, Kaffee, Traubenzucker und Mineralwasser an ihre Angestellten verschenken.