Freitag, Januar 18, 2008

Nokiahandys zurückgeben?

Ich finde die Aktion mancher Minister ihre Handys des Weltmarktführers zurückzugeben, weil Nokia in Deutschland ein Werk zugemacht hat, lächerlich.
Vermutlich kaufen sie sich lassen sie sich anschließend als Ersatz ein Handy von einem Hersteller kaufen, der noch nie in Deutschland produziert hat oder seine Zelte schon früher abgebrochen hat.
Sollten diese Minister tatsächlich beschließen bis an ihr Lebensende mit einem betagten Siemenshandy zu telefonieren, nehme ich die Kritik natürlich zurück.

In einem zweiten Schritt muss dann wohl der gesamte Hausstand auf dem Prüfstand und abgesehen von etwas Besteck aus Solingen und einem Bleistift von Faber-Castell wird wohl nicht viel übrig bleiben, das made in germany ist.

Man sollte eine Drohung (Boykott, Gewalt, Liebesentzug etc.) nur aussprechen, wenn man fähig und willens ist sie auch wahr zu machen, sonst macht man sich unglaubwürdig.

Kommentare:

misssophie hat gesagt…

Ich werd jetzt bestimmt Deutsche des Monats oder so, weil ich tatsächlich noch mit einem Siemens A 50 telefoniere.

jirjen?! hat gesagt…

Naja, der Loewe-Fernseher darf bleiben, die Miele-Waschmaschine, das Staiger-Fahrrad.
Geht schon noch einiges.

Ich finde es aber in der Tat weniger verwerflich, wenn eine Firma noch nie hier produziert hat, als wenn sie während kräftiger Subventionen hie produziert und nach Auslaufen der Fördermittel woanders hin abhaut und nun den Rumänen wieder das Geld aus der Tasche zieht.

Ratilius hat gesagt…

Na das Siemens läuft sicher stabil und hat eine bessere Akkustandzeit als die Dinger mit Farbdisplay.

Natürlich gibt es noch mehr deutsche Produkte, aber ohne das nötige Kleingeld ist es nicht ganz einfach.

Ich erinnere mich noch an Zeiten in meiner Kindheit, als mit Qualität geworben wurde und nicht ausschließlich mit "heute alles 20% billiger".

Bernhard M hat gesagt…

Ich habe ein Siemens SL75 und erinnere mich wie ich glaube es war Polt sagte „seit’s Patrioten, kaufts a Glump“