In dem Buch "The luck factor" geht Richard Wisemann der
Frage nach, was Glückspilze von Pechvögeln unterscheidet. Er hat
eine Menge Leute interviewt und Daten gesichtet um zu entscheiden, ob
manche Leute wirklich einfach mehr Glück haben als andere.
Da dem Buch sonst die Pointe fehlen würde, zeigt sich
selbstverständlich, dass dem so ist. Die gute Nachricht für den
Leser - man könnte auch sagen sein Glück - ist, dass der Autor auch
noch analysiert woran dies liegt und wie man selbst seinem Glück auf
die Sprünge helfen kann.
Wie in Büchern dieser Art üblich, wird eine Theorie entwickelt,
die auf vier Säulen ruht:
- Maximiere die Anzahl Deiner Chancen
- Höre auf Deine Intuition
- Erwarte Gutes
- Wende dein Pech in Glück
Mit dem ersten Punkt ist gemeint, dass man offen für neues sein
sollte. Es erklärt sich auch Personen, die keine tiefere Kenntnis in
Wahrscheinlichkeitstheorie haben, von selbst, dass man durch mehr
Versuchen einfach bessere Karten hat, als wenn man nur wenige
Versuche unternimmt.
z.B. ein Glückspilz der an wirklich jedem Gewinnspiel teilnimmt,
das sich im bietet, hat einfach eine höhere Chance irgendwann
irgendetwas zu gewinnen als jemand, der von vornherein pessimistisch
ist und nie mitspielt.
In der hektischen modernen Welt haben es viele Leute erfolgreich
geschafft ihre innere Stimme zum Verstummen zu bringen. Leute die
überdurchschnittlich viel Glück haben nehmen sich Zeit für
Meditation bzw. Gebet und haben dadurch ein geschärftes Auge für
glückliche Zufälle. Diese Intuition würde gerade in Bereichen in
denen man sich sehr gut auskennt wahre Wunder wirken, wenn man ihr
ausreichend Zeit lässt.
Erwarte Gutes erklärt sich von selbst. Der letzte Punkt
betrifft die "Interpretation von Ereignissen":
Wenn zwei Leute unabhängig voneinander die Treppe herunterfallen,
sagt der eine "ich habe immer so ein Pech, immer passiert mir
das" und der andere "was für ein Glück, dass ich mir
nicht den Hals gebrochen habe". Welche Gruppe von sich behaupten
wird, dass sie mehr Glück hat, dürfte klar sein.
Insgesamt hat mir die Lektüre des Buches eine Menge Spaß gemacht
und ich werde mal sehen, ob sich am Glück was machen lässt.